Die Zickige mit den 8 Seiten (Wien um 1840)
Von ihren manchmal kapriziösen S(a)iten abgesehen, ist diese Gitarre eher robust im Ton. Bei den Aufnahmen zu dieser CD wurde sie für die opernhaften Stücke von Coste verwendet. Als Vorläuferin der Schrammelgitarre - auch als Kontragitarre bekannt - ist sie natürlich auch für die Mertz´sche Bearbeitung der Annenpolka von Johann Strauß trefflich geeignet. Diese Gitarre baut der Wiener Instrumentenmacher Nikolaus Georg Ries in seiner Werkstätte auf der Landstraßer Hauptstraße Nr. 106.
Die seelenvoll Singende (Paris um 1830)
Dieses sensible und nuancenreiche Instrument bietet sich für schwärmerische oder elegische Stücke wie zum Beispiel Liebeslied und An Malvina von Kaspar Joseph Mertz an. Ihr Erbauer, Francois Roudhloff, stammt aus dem Elsaß un d ging nach seiner Ausbildung bei Breton nach Paris, wo er mit Mauchand zusammenarbeitete. Er baute einige hervorragende Amati Violinen und Celli vor allem aber schön verzierte Gitarren.
Die brillant Virtuose (Lyon um 1840)
lebhafte die Stücke wie Scherzo und Tarantelle von Kaspar Joseph Mertz und die Gitarre von Blaise Le Jeune ergeben ein unwiderstehliche Kombination. Jule Blaise arbeitete nach seiner Lehre bei Sylvestre in Lyon und später als selbständiger Meister in Genf. Seine geradezu exzessive Vorliebe für das Forellenfischen ließ nur wenige Instrumente entstehen. Blaise machte sich auch als Reparateur einen Namen und handelte mit alten Instrumenten.
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